Der Kaminbrand: Wenn der Ruß im Schornstein brennt

Ein Kaminbrand ist eigentlich ein Rußbrand. Dabei brennt nicht das Mauerwerk des Schornsteins selbst, sondern die dort anhaftenden Ablagerungen wie Glanzruß oder Teer, die bei unvollständiger Verbrennung entstehen.

Woran erkennen Sie einen Kaminbrand?

  • Lange Flammen schlagen aus der Schornsteinmündung.
  • Dichter, schwarz-gelber Rauch quillt hervor.
  • Die Schornsteinwände werden von außen extrem heiß.

Was ist im Notfall zu tun?

  1. Ruhe bewahren und Notruf 122 wählen!
  2. Alle Hausbewohner informieren und das Gebäude verlassen.
  3. Feuerstätte außer Betrieb nehmen: Die Verbrennungsluftzufuhr und die Ofentür müssen dicht verschlossen werden, um dem Brand den Sauerstoff zu entziehen.
  4. Möbel entfernen: Rücken Sie brennbare Gegenstände im Bereich des Schornsteins so weit wie möglich ab.
  5. Den Schornsteinfeger verständigen.

⚠️Wichtigster Warnhinweis:
Versuchen Sie niemals, einen Kaminbrand mit Wasser zu löschen! Bei den extremen Temperaturen im Schornstein (bis zu 1.500 Grad) verdampft ein Liter Wasser schlagartig zu 1.700 Litern Wasserdampf. Dieser enorme Druckanstieg kann den Schornstein sprengen und zu schweren Verletzungen führen.

Sachverständigenbüro WPK
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